Das Casino Velden verwandelte sich für knapp zwei Wochen erneut in das Zentrum des europäischen Pokers. Vom 14. bis 26. Juli versammelten sich am Wörthersee rund 1.400 Spieler aus fast 40 Ländern, die während der 35. Auflage der Poker EM mehr als 4.000 Registrierungen verzeichneten.
Das Programm umfasste 27 Turniere, bei denen über 2,8 Millionen Euro ausgeschüttet wurden. Zehn Disziplinen trugen den Status einer offiziellen Europameisterschaft. An den Tischen traten bekannte Namen wie Matthias Eibinger, Armin Rezaei, Tobias Schwecht und die dreifache Europameisterin sowie WSOP-Bracelet-Gewinnerin Jessica Teusl an.
251 Registrierungen und 627.500€ im Prizepool des Main Events
Der Höhepunkt des gesamten Programms war das 2.500€ + 250€ NLH Main Event. 211 Spieler nahmen teil und fügten 40 Re-Entries hinzu. Insgesamt 251 Registrierungen sorgten für einen Preispool von 627.500€, von dem sich die 34 erfolgreichsten Teilnehmer einen Anteil sichern konnten.
Im entscheidenden neunköpfigen Finale betrat Jessica Teusl als klare Chipleaderin die Bühne. Die österreichische Vertreterin hatte die hervorragende Gelegenheit, ihre Sammlung um einen vierten Titel bei der Poker EM zu erweitern. Am Finaltisch hielt sie sich lange an der Spitze. Nacheinander verabschiedeten sich Nicola Bordignon, der erst 19-jährige norwegische Champion Joakim Brox, Paul Höfer, Lennart Beumelburg und Lucjan Jankowski aus dem Spiel.

Als nur noch vier Spieler übrig waren, kontrollierte Teusl mehr als die Hälfte aller Chips im Spiel und es schien, als hätte sie den Titel fest in der Hand. Doch nach der Dinnerpause änderte sich die Dynamik des Turniers. Luca Stevanato verdoppelte zunächst mit einem Paar Damen gegen Neunen vom Spieler 'Die Tüte'. Anschließend eliminierte er den Schweizer auf dem vierten Platz und beendete auch das Turnier für Mantas Liachauskas.
Durch diese zwei Eliminierungen sicherte sich der Italiener die Führung und ging als Chipleader in das Heads-up gegen Teusl. Vor Beginn des finalen Duells einigte sich das Duo auf eine Aufteilung des verbleibenden Preispools. Teusl sicherte sich 103.560€, während Stevanato 109.440€ garantiert waren. Für den Sieg blieben weitere 10.000€, die Trophäe und vor allem der Titel des Europameisters.
Stevanato baute im Heads-up seinen Vorsprung kontinuierlich aus und verwandelte diese Führung schließlich in einen Sieg. Insgesamt nahm er 119.440€ mit nach Hause und sicherte sich den Titel des Poker European Champion 2026. Teusl verpasste knapp ihren vierten europäischen Titel, durfte sich aber über die größte Turnierauszahlung, nach einem Deal, in ihrer Karriere freuen.
Ergebnisse des Finaltisches des Main Events:
| Platz | Spieler | Land | Gewinn |
| 1. | Luca Stevanato | Italien | 119.440€* |
| 2. | Jessica Teusl | Österreich | 103.560€* |
| 3. | Mantas Liachauskas | Litauen | 63.800€ |
| 4. | Die Tüte | Schweiz | 46.000€ |
| 5. | Lucjan Jankowski | Polen | 33.950€ |
| 6. | Lennart Beumelburg | Deutschland | 26.500€ |
| 7. | Paul Höfer | Deutschland | 20.500€ |
| 8. | Joakim Brox | Norwegen | 16.900€ |
| 9. | Nicola Bordignon | Italien | 14.100€ |

Zehn neue europäische Meister
Auch wenn das Main Event das größte Highlight des Programms war, ergänzten insgesamt zehn neue Europameister den Festivalverlauf. Schon das Auftaktturnier "Showdown am Wörthersee" mit einem Buy-in von 500€ + 50€ verzeichnete beeindruckende 824 Registrierungen. Der Sieg blieb dank Werner Egger, der 55.620€ gewann, in Österreich.
Großes Interesse fand auch die Premiere des NLH Senior European Championship für Spieler ab 50 Jahre. Das Turnier kreierte 165 Registrierungen und der erste Sieger in der Geschichte war der Ungar Istvan Törö, der 18.650€ gewann.
Neu war ebenfalls das 5.000€ + 400€ PLO High Roller European Championship. Aus 37 Anmeldungen entstand ein Preispool von 185.000€, wobei der Deutsche Tobias Schwecht den Titel und 68.400€ mitnahm.
Stark besetzt war auch das klassische 5.000€ + 400€ NLH High Roller. In Konkurrenz von 58 Anmeldungen triumphierte der Österreicher Gerald Glabonjat, der aus dem Preispool von 290.000€ glatte 90.000€ erhielt.
Liste der Champions der Poker EM 2026:
| Turnier | Sieger | Land | Gewinn |
| NLH Main Event | Luca Stevanato | Italien | 119.440€ |
| Showdown am Wörthersee | Werner Egger | Österreich | 55.620€ |
| NLH Senior Championship 50+ | Istvan Törö | Ungarn | 18.650€ |
| PLO High Roller Championship | Tobias Schwecht | Deutschland | 68.400€ |
| NLH High Roller Championship | Gerald Glabonjat | Österreich | 90.000€ |
| Pot Limit Omaha 8-handed | Nino Ullmann | Deutschland | 56.660€ |
| NLH Ladies Championship | Roswitha Vaclavek | Österreich | 5.220€ |
| Seven Card Stud | Rod Tidwell | Kroatien | 11.260€ |
| NLH Mystery Bounty Championship | Sascha Thiesies | Deutschland | 17.100€ |
| NLH 6-handed Championship | Henry Gondorff | Deutschland | 31.000€ |

Velden bleibt eines der Sommerzentren des europäischen Pokers
Die Poker EM ist längst mehr als nur eine Turnierserie. Die Verbindung von Poker, dem Wörthersee und dem Rahmenprogramm hat sie zu einem der herausragendsten Gemeinschaftsfestivals des europäischen Sommers gemacht. Während der zweiwöchigen Veranstaltung erweiterte das Casino Velden sein Team auf über 270 Mitarbeiter, wobei erfahrene Croupiers aus ganz Mitteleuropa nach Österreich kamen.
Die nächste Ausgabe hat bereits einen festen Termin. Die 36. Poker EM findet vom 20. Juli bis 1. August 2027 statt und Casino Velden wird erneut versuchen, den Wörthersee zur Sommerhauptstadt des europäischen Pokers zu machen. Informationen und Zahlen des Festivals wurden von Casinos Austria in ihrer offiziellen Pressemitteilung veröffentlicht.