Dana White im Kampf für Pokerspieler: Wird seine Freundschaft mit Trump das amerikanische Glücksspiel vor ungerechter Steuer retten?

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Dana White, der Präsident und CEO der UFC, hat einen Brief an Präsident Donald Trump geschrieben, in dem er ihn bittet, die umstrittene Steuerregelung zu ändern, die den Abzug von Glücksspielverlusten betrifft. Dieser Schritt hat nicht nur unter MMA-Fans Hoffnung ausgelöst, sondern vor allem in der Pokerwelt, wo neue Regeln die professionelle Karriere vieler Spieler gefährden.

„Irrationales“ Gesetz, das auch Verlierer bestraft

Der Stein des Anstoßes ist das Gesetz, bekannt als „One Big Beautiful Bill Act“ (OBBBA), das Präsident Trump im Juli 2025 unterzeichnete. Teil dieses umfassenden Steuerpakets war eine Bestimmung, die die Möglichkeit einschränkt, Verluste im Glücksspiel nur bis zu 90% der Gewinne abzuziehen. Vor der Verabschiedung dieses Gesetzes konnten Amerikaner Verluste bis zu 100% geltend machen.

In der Praxis führt dies zu einer absurden Situation: Wenn ein Spieler im Laufe des Jahres 100.000$ gewinnt und gleichzeitig 100.000$ verliert, beträgt sein Nettogewinn null. Laut den neuen Regeln kann er jedoch nur 90.000$ Verlust abziehen. Das Ergebnis ist, dass der Spieler Steuer auf „fiktive“ Einnahmen von 10.000$ zahlen muss, obwohl er in Wirklichkeit nichts verdient hat. Dana White nannte dieses Wetten in den Vereinigten Staaten in seinem am 11. Mai 2026 datierten Brief „irrational“, da die Steuerverpflichtung am Ende die gesamten jährlichen Gewinne eines Spielers übersteigen könnte.

Bedrohung für das gesamte Ökosystem

White, der selbst für hohe Einsätze im Blackjack bekannt ist, argumentiert, dass diese Politik dem gesamten legalen Wettmarkt schadet. Laut ihm zerstört die Abschreckung vom legalen Wetten ein Ökosystem, das über Jahre in Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden und lizenzierten Betreibern aufgebaut wurde. Er weist auch darauf hin, dass das Gesetz die Angestellten in der Servicebranche betrifft, die auf Trinkgelder angewiesen sind. Wenn Spieler aufgrund der Steuern weniger gewinnen oder ganz aufhören zu spielen, werden sie laut White viel weniger großzügig gegenüber dem Personal in den Casinos sein.

Dana White, der die Freundschaft mit Trump nutzt, ist natürlich nicht der Einzige, der gegen das Gesetz kämpft. Die Kongressabgeordnete aus Nevada, Dina Titus, stellte im letzten Jahr erfolglos den Änderungsantrag „FAIR BET Act“ vor, um den 100-prozentigen Verlustabzug wiederherzustellen. Mehrere andere Politiker haben ihre Unterstützung für die Initiative von Dana White signalisiert, da sie erkennen, dass Whites enge Beziehung zu Trump entscheidend für die Änderung sein könnte.

Die American Gaming Association (AGA) lobte White dafür, dass er dazu beiträgt, das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen dieser Maßnahme nicht nur auf die Spieler, sondern auch auf die damit verbundenen Arbeitsplätze in der legalen Glücksspielbranche zu schärfen. Ob die Freundschaft zwischen dem UFC-Chef und dem US-Präsidenten, die dieses Jahr auch während der UFC Freedom 250 Gala auf dem Rasen des Weißen Hauses gestärkt wird, Früchte in Form einer Gesetzesänderung tragen wird, bleibt abzuwarten.


Quellen: X, People