Das Interview für Teddy Poker findet direkt im Onyx-Club im Norden Zyperns im Merit Royal statt, das Rob Young als einen Ort beschreibt, der eine einzigartige Kombination aus Poker, Hotelservice, Meer und Entspannung bietet. Zypern sei laut ihm nicht Vegas oder Macau – es ist kein Ort für endlose Partys. Stattdessen ist es ein Insel-Luxus, wo Spieler intensiv Poker spielen und gleichzeitig Ruhe, Pools, Meer und Dienstleistungen genießen können, die Körper und Geist regenerieren.
Warum gerade Zypern?
Die Idee des Onyx-Clubs entstand nicht als zufälliges Experiment. Rob Young sagt, dass er zusammen mit seinem Team nach einem Ort für ein VIP-Poker-Angebot suchte und dank der Beziehung zum Besitzer der Merit-Gruppe, Herrn Bassim, sich die Möglichkeit in Zypern ergab. Anfangs hatte er Zweifel. Zypern ist eine Insel, die Spieler müssen fliegen, und es gibt dort nicht so viel lokalen Traffic wie in einigen Großstädten. Doch genau darin lag letztlich seine Stärke.
Young stellte nach und nach fest, dass Zypern etwas besitzt, was viele große Poker-Destinationen nicht haben. Es kombiniert Europa, den Nahen Osten, luxuriöse Hotels und eine Spielergemeinschaft, die bereit ist, für qualitatives Poker zu reisen. Merit Poker in Crystal Cove gehört seiner Meinung nach zu den stärksten Pokerräumen der Welt, vor allem dank der perfekten geografischen Lage.
Young erwähnt, dass im Vergleich zu Dusk Till Dawn in Großbritannien, wo sie einmal im Jahr ein großes Event mit einer Garantie von 3 Millionen schaffen konnten, auf Zypern solche Zahlen regelmäßig passieren. Nicht, weil jedes Turnier revolutionär wäre, sondern weil der Ort, der Service und die Lage eine schwer reproduzierbare Kombination schaffen.

Poker, Meer und Ruhe statt Party
Der größte Vorteil des Onyx ist laut Young nicht nur der Pokersaal selbst. Es ist das gesamte Erlebnis darum herum. Die Spieler kommen in eine Umgebung mit hoher Servicequalität, Hotel, Pools, Meer und All-inclusive Resortkomfort. Selbst im Oktober kann man im Meer schwimmen, was für die Spieler nach langen Pokertagen ein enormer Vorteil ist.
Young differenziert sehr klar zwischen Zypern und Orten wie Vegas oder Macau. Dort geht es oft um Intensität, Trubel, Nachtleben und unendliche Bewegung. Onyx soll anders sein. Es soll ein Ort sein, wo man seriös Poker spielen und gleichzeitig abschalten kann. Wenn ein Spieler stundenlang in intensiven Cash Games oder High-Roller-Umgebungen verbringt, ist die ruhige Umgebung kein Bonus. Es ist Teil des Produkts.
Deshalb wird im Interview wiederholt, dass Onyx kein typischer „Party Place“ ist. Es ist eine entspannte Poker-Destination. Für Profis, Freizeit-VIP-Spieler und die High-Stakes-Gemeinschaft kann solch ein Modell sehr stark sein. Poker wird nicht isoliert von seiner Umgebung gespielt. Die Spieler kümmern sich um Schlaf, Service, Essen, Zeit abseits des Tisches und ob sie mental zwischen den Sessions abschalten können. Zypern bietet ihnen das laut Young auf natürliche Weise.
Onyx als Cash-Game-Produkt, keine Turnierfabrik
Einer der wichtigsten Teile des Interviews kommt bei der Frage, was mit Onyx weiter passieren wird. Young erwähnt die High Roller Series im August, das Eintreffen von Triton im November und die Möglichkeiten weiterer Onyx-Räume in Baku, Dubai oder in Zusammenarbeit mit VIP-Casino-Partnern in Städten wie Madrid, Cannes, Paris oder London. Gleichzeitig macht er sehr klar, dass Onyx keine weitere Turnierfabrik sein möchte.
Laut Young ist der Turniermarkt bereits sehr gut abgedeckt. Triton, PokerGO, WSOP und WPT organisieren große Events auf hohem Niveau. Onyx hat deshalb keinen Grund, in einen bereits gesättigten Bereich einzusteigen, nur um ein weiteres Festival im Kalender zu haben. Turniere würden vor allem dann Sinn machen, wenn sie mit einer interessanten Destination verbunden sind – Zypern, Dubai, Baku oder einem ähnlichen Ort, wo die Location selbst zusätzlichen Wert schafft.

Das eigentliche Herzstück von Onyx sollen laut ihm die Cash Games sein. Ein VIP-Cash-Game-Produkt, das in verschiedenen Partnerkasinos funktionieren kann, vielleicht nur als ein exklusiver Raum oder ein spezieller Tisch. Young vergleicht dieses Modell sogar mit berühmten Private-Room-Konzepten wie Ivey’s Room oder anderen legendären VIP-Bereichen.
Ein wichtiger Bestandteil von Onyx ist auch das Streaming. Young spricht über Onyx Live, das bereits etwa 20.000 Abonnenten erreicht hat, wobei große Aufmerksamkeit auch die Heads-up-Sessions mit Ossi Ketola brachten. Onyx versucht, genau in diese Kategorie zu gehören – nicht als Massen-Stream, sondern als eine luxuriöse Cash-Game-Szene mit hoher Bildqualität, Raum und Spielerzusammensetzung.
Der beste VIP-Pokerraum der Welt?
Im Interview fällt auch der starke Satz, dass Onyx zu den besten VIP-Pokerräumen der Welt gehören könnte. Nicht als Marketingaussage, sondern als Vergleich von jemandem, der in vielen ikonischen Räumen gespielt hat. Young erwähnt den VIP-Raum in Madrid, wo Fußballspieler spielen, das Theater of Dreams in Macau, den Aria-Raum, Ivey’s Room oder Table 1 und Bobby’s Room, die in der Pokerhistorie einen besonderen Platz einnehmen.
Onyx will in dieser Kategorie sein. Nicht der größte, nicht der lauteste, nicht der kommerziellste. Vielmehr ein Ort, wo der Spieler das Gefühl hat, dass es sich um ein privates, hochwertiges und durchdachtes Pokerprodukt handelt. Young gibt sogar zu, dass sie den Raum ursprünglich doppelt so groß hätten bauen können, sich aber entschieden haben, sich nicht gewaltsam zu vergrößern. Ein größerer Raum würde mehr Turniere ermöglichen, könnte jedoch gleichzeitig genau die Exklusivität schwächen, die Onyx definiert.
Organisches Wachstum statt Expansion um jeden Preis
Young betont in dem Interview mehrmals, dass Onyx kein Geschäft ist, das schnell wachsen muss. Es ist ein luxuriöses Boutique-Projekt, das organisch wachsen möchte. Wenn einer seiner Freunde oder Casino-Partner einen Onyx-Raum haben möchte, kann er entstehen. Wenn es um einen Ort geht, den Young selbst gerne besucht, macht es Sinn. Wenn nicht, gibt es keinen Grund, Expansion nur wegen mehr Logos an verschiedenen Orten zu forcieren.
Dieser Ansatz ist ziemlich selten. In der Pokerwelt wird oft alles an Wachstum, Garantien, Traffic und Expansion gemessen. Young sagt jedoch, dass in einem VIP-Geschäft schnelles Wachstum oft die Qualität mindert. Wenn ein VIP-Produkt zu schnell wächst, leidet der Service, die Atmosphäre wird aufgelöst und die Spieler verlieren das Gefühl, Teil von etwas Besonderem zu sein. Deshalb möchte Onyx ein flexibles, freundliches und selektives Modell beibehalten.
Das gesamte Interview fungiert am meisten als Blick in die Zukunft des luxuriösen Poker-Reiseziels. Nicht jeder Ort muss Vegas sein. Nicht jedes Projekt muss Hunderte von Tischen haben. Nicht jede Poker-Marke muss jährlich Dutzende Turnierserien organisieren. Onyx zeigt einen anderen Weg: die richtige Destination wählen, Poker mit Service verbinden, die Cash-Game-Community wachsen lassen und hin und wieder ein Event hinzufügen, das einen echten Grund zum Bestehen hat.
Quellen – YouTube, Onyxclub, Poker.org