Jason Koon tritt in die Poker Hall of Fame als einziger Kandidat im Jahr 2026 ein

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Erste Nominierung und sofortiger Erfolg

Der Eintritt des 40-jährigen gebürtigen West Virginias in die Hall of Fame war für viele nur eine Frage der Zeit. Koon erfüllte alle strengen Kriterien, stellte sich langfristig der besten Konkurrenz der Welt, spielt um höchste Einsätze und genießt unter seinen Kollegen enormen Respekt. Gleich im ersten Jahr der möglichen Aufnahme (nach Vollendung des 40. Lebensjahres im August 2025) erhielt er die notwendige Unterstützung der lebenden HOF-Mitglieder.

Koon selbst zeigte sich gerührt: „Poker war für mich ein einzigartiges Erlebnis. Seit ich es das erste Mal gespielt habe, wurde es für 20 Jahre mein Leben. Von den besten Spielern aller Zeiten gewählt zu werden, ist eines der erstaunlichsten Erlebnisse meines Lebens.“

Eine Karriere für die Ewigkeit

Wenn es einen perfekten Kandidaten für die sofortige Aufnahme gäbe, wäre es Koon. Seine Lebensgeschichte begann während der Genesung einer Verletzung, die seine Sportkarriere an der Hochschule beendete. Koon wechselte damals zum Poker und baute sich über 20 Jahre eine der beeindruckendsten Karrieren in der Geschichte auf.

Zu seinen größten Erfolgen gehört derzeit der 3. Platz auf der All-Time Money List mit aktuellen Gewinnen von über 77 Millionen Dollar. Koon ist auch absoluter Rekordhalter der Triton-Serie, wo er unglaubliche 12 Titel gewonnen hat, fast das Doppelte im Vergleich zum Zweitplatzierten. Auch bei der WSOP hat er sich durchgesetzt und gewann bisher zwei goldene Armbänder beim prestigeträchtigen $25K Heads-Up Championship (2021) und $50K High Roller (2025).

Trotz des enormen Erfolgs bleibt Koon bescheiden und gestand seinen Schock darüber ein, dass er als einziger gewählt wurde. Besonders erwähnte er seinen Mentor Isaac Haxton und seinen Rivalen Scott Seiver, die seiner Meinung nach ebenso einen Platz in der Hall of Fame verdient hätten.

Jason Koon reiht sich damit in die Reihen von Legenden wie Doyle Brunson, Phil Ivey und Daniel Negreanu ein, und sein Name wird immer an die Ära des modernen High-Stakes-Pokers erinnern, die er in der letzten Dekade nicht nur mit Ergebnissen, sondern auch mit Charakter und Integrität dominierte.

Abstimmungsreform trifft auf Realität

Die diesjährige Wahl stand unter besonderer Beobachtung wegen der grundlegenden Regeländerung. Die WSOP wollte die zunehmende Liste der wartenden Legenden lösen, indem sie jedem der 33 stimmberechtigten Mitglieder erlaubte, bis zu vier Stimmen abzugeben. Theoretisch konnten so bis zu sechs Kandidaten gleichzeitig aufgenommen werden, wenn sie eine Zweidrittelmehrheit (22 Stimmen) erreichten.

Das Ergebnis überraschte jedoch die Community. Jason Koon war der Einzige, der diese Schwelle überschritt, und auch das schaffte er nur um eine Stimme. Die anderen Kandidaten blieben vor den Toren und haben erst im nächsten Jahr eine weitere Chance.

Abstimmungsergebnisse für den Eintritt der Kandidaten in die Poker Hall of Fame 2026

Kandidat

Anzahl der Stimmen

Jason Koon

23

Scott Seiver

19

Isai Scheinberg

17

Shaun Deeb

15

Mike Matusow

10

Isaac Haxton

9

Chris Moorman

4

Justin Bonomo

3

Ein bemerkenswerter Fakt bleibt, dass von 132 möglichen Stimmen (4 pro 33 Mitglieder) nur 100 abgegeben wurden. Einige Mitglieder haben entweder gar nicht abgestimmt oder nicht alle vier Stimmen genutzt, was dazu beigetragen hat, dass der Überhang an Kandidaten bestehen bleibt.


Quellen: WSOP, X