Legenden der Poker Hall of Fame XII: Murph Harrold

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Ein Leben voller Geheimnisse

Murph Harrold stammte aus Dundee in Texas, wo er 1909 geboren wurde. Genau hier, in den Saloons und auf den Ranches, wurde auch Poker geboren. Seine Jugend spielte sich in einer Umgebung ab, in der Karten nicht nur unschuldige Unterhaltung waren, sondern ein Überlebenskampf – texanische Farmer und Cowboys setzten oft alles aufs Spiel, um Ehre und Geld zu gewinnen.

Über Harrolds Karriere wissen wir nur, dass er zu den Road Gamblers gehörte – Nomaden, die durch die USA zogen und hohe Einsätze suchten. Er war hauptsächlich in Texas und Louisiana tätig, wo er später auch ein Hotel, ein Restaurant und einen Nachtclub besaß. Anfang der fünfziger Jahre begann er regelmäßig auch Las Vegas zu besuchen, um gegen viele der Pokergrößen zu spielen. Weitere Aufzeichnungen über sein Leben, seine Familie oder genaue Geburts- und Sterbedaten sind jedoch nicht zu finden.

Meister des deuce-to-seven lowball

Harrold galt als einer der besten deuce-to-seven draw lowball Spieler aller Zeiten – einer Disziplin, in der die Spieler versuchen, die schwächste Hand zusammenzustellen. Dieses Spiel erfordert Gedächtnis, Geduld und Psychologie, und genau in diesen Bereichen dominierte Harrold. Sein Tod ereilte ihn 1966, weshalb er niemals die Gelegenheit hatte, an einem WSOP-Turnier teilzunehmen. Doch sein Ruf benötigte dies nicht. Unter Gleichaltrigen war er eine Legende, der andere High Roller in einer Ära schlug, als Lowball in den Saloons herrschte.

Eintritt in die Hall of Fame

Murph Harrold wurde 1984 als einziges Mitglied dieses Jahrgangs in die Poker Hall of Fame aufgenommen. Diese Anerkennung würdigt seine langjährige Dominanz im deuce-to-seven lowball und den Respekt seiner Zeitgenossen. Die Kriterien der Hall of Fame – gegen die Besten spielen, hohe Einsätze, beständige Leistungen und zeitlose Relevanz – erfüllte Harrold vollständig. Benny Binion, der Gründer der WSOP, wählte ihn als Symbol der alten Schule, in der Lowball eine beliebte Disziplin war. Sein Eintritt erfolgte symbolisch zu der Zeit, als Poker zum Hold'em wechselte. In einer Halle voller Legenden bleibt Harrold eine Erinnerung: Poker dreht sich um Meisterschaft, nicht um Ruhm.

 

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Quellen: Wikipedia, WSOP, Poker Omnibus