Wie das One Drop Phänomen entstand
Die Geschichte von One Drop begann mit der Idee von Guy Laliberté, dem Gründer von Cirque du Soleil und der One Drop Foundation. Die Stiftung wurde 2007 ins Leben gerufen, um nachhaltigen Zugang zu sauberem Wasser für gefährdete Gemeinschaften zu fördern. Als sie sich mit Poker verband, entstand ein Konzept, das bis dahin einzigartig war: Turniere, in denen erstklassiges High Stakes Poker mit Wohltätigkeit verknüpft wurde.
Der große Durchbruch kam 2012. Die WSOP in Las Vegas fügte The Big One for One Drop mit einem Buy-in von 1.000.000$ dem Programm hinzu. Das Turnier hatte 48 Entries und sammelte 5,6$ Millionen für wohltätige Zwecke zugunsten der One Drop Foundation. Der Sieger war Antonio Esfandiari, der rekordverdächtige 18.346.673$ gewann – die damals größte Turnierauszahlung in der Poker-Geschichte.
In diesem Moment schrieb sich One Drop endgültig in die Annalen der Geschichte ein. Plötzlich ging es nicht nur um den Titel und das Prestige. Es wurde um Summen gespielt, die einen sprachlos machten, und bei jedem Buy-in wurde auch daran gedacht, dass ein Teil der Gelder außerhalb des Pokertischs Verwendung fand. Deshalb wurde One Drop schnell mehr als nur eine Turniermarke. Es war ein gesellschaftliches Symbol einer Ära, in der die High Roller Szene gigantische Ausmaße annahm.
Namen, die die Legende prägten
Wenn man One Drop hört, denken Fans sofort an einige ikonische Sieger. Nach Esfandiari gewann 2014 Dan Colman, der im nächsten Big One for One Drop 15.306.668$ erhielt. 2016 zog die Serie nach Monte Carlo, wo Elton Tsang das Millionen-Event gewann. Zwei Jahre später kehrte das Turnier zur WSOP zurück und Justin Bonomo sicherte sich 10.000.000$, womit er an die Spitze der All-Time Money List kletterte.
Die Geschichte der One Drop Events wird nicht nur durch die Sieger erzählt, sondern auch durch den Einfluss, den die jeweiligen Ausgaben auf die weitere Geschichte des professionellen Pokers hatten. Esfandiaris Triumph schrieb Rekorde um, Bonomos Titel bestätigte seine Dominanz, und Tsangs Erfolg in Monte Carlo zeigte, dass One Drop auch außerhalb von Las Vegas funktionieren konnte.
Es ist nicht nur ein Turnier
Viele assoziieren One Drop nur mit dem astronomischen Buy-in von 1.000.000$, doch tatsächlich hat sich daraus ein ganzes Turnier-Ökosystem entwickelt. Im Rahmen der Partnerschaft mit der WSOP entstanden auch Formate wie The High Roller for One Drop und The Little One for One Drop. Laut der Stiftung sind es gerade diese Events, die sich als etablierte internationale Turniere behauptet haben.
Interessant ist auch, dass die One Drop Turniere immer ein wenig anders wirkten als gewöhnliche High Roller Events. Es ging nicht nur um den größten Preispool, sondern auch um Einzigartigkeit. In einigen Ausgaben gab es spezielle Teilnahme-Regeln, Beschränkungen für Profis oder exklusive Formate, die die Einzigartigkeit der gesamten Veranstaltung betonten.
In den letzten Jahren machte One Drop auch auf der WPT von sich reden. Im Dezember 2023 fand im Wynn Las Vegas das WPT Big One for One Drop statt, welches Mikita Badziakouski für 7.114.500$ gewann. Laut der One Drop Foundation sorgten die vier WPT Turniere im Jahr 2023 für Einnahmen von fast 1,3$ Millionen für die Stiftung.

Rückkehr nach Monte Carlo
Gestern kam die Nachricht ans Licht, dass One Drop erneut nach Monte Carlo zurückkehrt. Im Rahmen der EPT Monte Carlo wird das 100.000€ High Roller for One Drop vom 1. bis 3. Mai 2026 Premiere feiern. Monte Carlo ist für One Drop kein unbekannter Ort. An der Côte d’Azur fand 2016 eines seiner legendärsten europäischen Kapitel statt, als das extravagante Turnier mit einem Buy-in von 1.000.000€ ausgetragen wurde. Der Sieger war Elton Tsang, der 11.111.111€ mitnahm – eine der größten Turniergewinne in der Geschichte des Pokerturniers zu dieser Zeit.
Diesmal geht es nicht um ein Millionen-Buy-in, sondern um das 100.000€ High Roller for One Drop. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Event an Glanz verlieren wird. Im Gegenteil. Ein solcher Buy-in kann ein breiteres, aber dennoch elitäres Feld an Spielern anziehen und dem Turnier noch mehr Wettbewerbskraft verleihen. Monte Carlo zieht traditionell die größten Namen der europäischen und weltweiten Pokerszene an, und gerade das One Drop könnte einer der Höhepunkte des gesamten Festivals werden.
Quellen – PSlive, YouTube, X, Flickr/PSlive, Flickr/WorldPokerTour