Das PartyPoker Tour Festival in der andalusischen Hauptstadt findet im Casino Admiral Sevilla statt und folgt dem bewährten Format aus Großbritannien. Das Programm bietet zugänglichere Buy-ins, mehrere Startflights und eine starke Mischung aus Hold'em- und Omaha-Events. Die Hauptattraktionen sind das 500€ Main Event mit einer Garantie von 100.000€ und sein Vorgänger, das 150€ Mini Main Event mit einer Garantie von 50.000€.
Das Mini Main Event eröffnete das Festival bereits am Montag mit vier Startflights. Schon der erste Flight, Day 1a, verzeichnete 228 Entries und wurde zum größten Auftaktflight in der Geschichte des PartyPoker Tour Mini Main Events. Nach Abschluss aller vier Starttage erreichte das Turnier beeindruckende 653 Entries und übertraf die Garantie von 50.000€ mit einem Preisgeldpool von 81.625€. In den zweiten Tag kamen 98 Spieler.
Die ersten Tage gehörten den bekannten Namen. Peggy „Pocket Peg“ Crawford dominierte Day 1a und zählte zu den herausragendsten Persönlichkeiten des Turniers. Auch PartyPoker Tour-Botschafter Niall „Firaldo“ Farrell mischte als eines der medial interessantesten Gesichter mit. Nach einem spannenden Day 2 blieben noch 14 Spieler im Rennen, während Crawford als Chipleader in den entscheidenden Tag ging. Farrell war ebenfalls noch im Spiel, und die Organisatoren richteten zudem einen Livestream vom Featured Table ein:
Als der neunfache Finaltisch gebildet wurde, führte immer noch Crawford mit 4.755.000 Chips. Hinter ihr saßen Gilberto Lopez, Carlos Gomez, Farrell und Jonas Araujo, während Juan Anguas aus der neunten Position mit 1.270.000 Chips in das Finale ging, was nur acht Blinds entsprach. In diesem Moment war er eher ein unauffälliger heimischer Shortstack als ein Hauptanwärter auf den Titel.
Der Finaltag verlief jedoch ganz anders als erwartet. Zuerst schied Hady Sirbu auf dem 9. Platz aus, gefolgt von Farrell, der 1.430€ für den 8. Platz erhielt. Crawford landete nur eine Position weiter. Nach einem großen Verlust ihres Stack durch einen Bluff gegen Araujos fertige Farbe konnte sie sich nicht mehr erholen, und ihr K-Q reichte später nicht gegen Anguas' A-10. Für den 7. Platz erhielt sie 1.780€.

Nach Crawfords Ausscheiden blieben nur noch sechs spanische Spieler übrig, und ein entscheidender Moment des Turniers ereignete sich. Die letzten sechs Spieler einigten sich auf einen Deal, der Jonas Araujo 8.150€ garantierte, aber die Trophäe und zusätzliche 4.000€ für den Sieger standen noch aus. Genau hier startete Anguas seinen entscheidenden Angriff. Er eliminierte Fernando Banda, danach folgten Rodriguez, Lopez und schließlich Carlos Gomez, womit sich Anguas bis ins Heads-up durchkämpfte.
Obwohl Araujo mit einem ungefähr 2:1 Chiplead in das Kopf-an-Kopf-Duell ging, holte Anguas auf, glich die Stacks aus und in der entscheidenden All-in Preflop-Konfrontation setzte sich sein K-10 gegen Araujos J-9 suited durch. Araujo belegte den zweiten Platz mit einem Preisgeld von 8.150€, während sich Juan Anguas über den Heimsieg, die Trophäe und insgesamt 9.770€ freuen konnte.
Endergebnisse des Finaltables:
| Platzierung | Spieler | Land | Preisgeld |
| 1 | Juan Anguas | Spanien | 9.770€ |
| 2 | Jonas Araujo | Spanien | 8.150€ |
| 3 | Carlos Gomez | Spanien | 6.900€ |
| 4 | Gilberto Lopez | Spanien | 7.135€ |
| 5 | Oscar Rodriguez | Spanien | 6.190€ |
| 6 | Fernando Banda | Spanien | 5.170€ |
| 7 | Peggy Crawford | England | 1.780€ |
| 8 | Niall „Firaldo“ Farrell | Schottland | 1.430€ |
| 9 | Hady Sirbu | England | 1.120€ |
