Paulius Kisielius hat es endlich geschafft: Erster Karrieretitel in Vilnius gewonnen

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Das €555 NLH Championship, ausgetragen im Rahmen der Olybet Showdown Vilnius-Serie, zog 169 Teilnehmer an und generierte einen Preispool von 80.275€. In den finalen Tag starteten die letzten neun Spieler, wobei Kisielius nicht von der besten Position aus begann. Zu Beginn des Finales saß er im Mittelfeld, während Ville Keranen vor Sigitas Raila und Andrej Sidinevskij die beste Ausgangsposition hatte.

Kisielius kam gleich zu Beginn in Schwung, als er einen großen Cooler mit Assen gegen die Damen von Onni Harmaala gewann. Der finnische Spieler fiel dadurch auf einen Short Stack und schied als Erster am Finaltisch aus. Kurz darauf folgten weitere Eliminierungen, wobei das Tempo des Finales von Beginn an hoch war und die Chips schnell zwischen den aktivsten Spielern wechselten.

Ein wichtiger Moment war das Double-up von Kisielius mit AK gegen AQ von Robertas Visockas. In einer Phase, in der der spätere Champion unter Druck geriet, verschaffte ihm diese Hand den nötigen Spielraum. Eine Schlüsselrolle spielte auch Sigitas Raila. Er fand zunächst die Asse im idealen Moment in einem 3-Way-All-in gegen Ville Keranen und Andrej Sidinevskij. Doch später fiel er einem der größten Cooler des Turniers zum Opfer. Sidinevskij hielt Asse, Raila Jacks, und nach einem Board ohne Hilfe schied Raila auf dem 4. Platz für 7.000€ aus.

Sigitas Raila

Unerwarteter Deal und schnelle Wende

Nach dem Ausscheiden von Robertas Visockas auf dem 3. Platz schien Andrej Sidinevskij das Turnier fest im Griff zu haben. Er trat mit einem deutlichen Vorsprung von 4.900.000 zu 1.860.000 in den Heads-up gegen Kisielius ein. Trotzdem einigten sich beide Spieler schnell auf einen Deal. Beide sicherten sich jeweils 14.000€, wobei es weiterhin um die Trophäe und die verbleibenden 3.100€ ging.

Für Kisielius war dies vielleicht genau der Moment, den er brauchte. Ohne den Druck eines großen Unterschieds bei den Auszahlungen begann er, den Verlauf des Heads-ups zu drehen. Sidinevskij verlor nach mehreren 3-bet Folds kontinuierlich Chips, bis schließlich die entscheidende Hand kam. Sidinevskij ging All-in mit K d 8 h , Kisielius callte mit 7 h ​​​​​​​5 c ​​​​​​​ und das Board J d ​​​​​​​7 s ​​​​​​​3 h ​​​​​​​5 h ​​​​​​​3 c entschied schon am Turn. Kisielius traf zwei Paare, der Gegner war drawing dead und der heimische Spieler konnte endlich die ersehnte Trophäe in die Höhe heben.

Ein Sieg mit persönlicher Bedeutung

Nach seinem Triumph gab Kisielius zu, dass der Deal im Heads-up ihn etwas überrascht hat. Sidinevskij hatte einen großen Vorsprung, doch laut dem Sieger spielte wohl auch die Erschöpfung nach drei Tagen Poker eine Rolle. Kisielius betonte zudem, dass er kein Profi im eigentlichen Sinne ist. Er bezeichnete sich selbst eher als ernsthaften Amateure, der aus Freude spielt und neben seinem Geschäft nicht die Zeit hat, sich voll dem Poker zu widmen.

Gerade deshalb wirkt dieser Titel umso bedeutender. Kisielius hatte bereits zweite und dritte Plätze erreicht, aber das Siegerfoto fehlte in seiner Karriere bislang. In Vilnius konnte er es endlich einholen. In einem starken Feld, im heimischen Umfeld, nach einem anstrengenden Finaltisch und einer Wende im Heads-up gegen einen Gegner, der den Titel fast sicher hatte.

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Endergebnisse des Finaltisches:

Platz Spielername Land Gewinn
1. Paulius Kisielius Litauen 17.100€*
2. Andrej Sidinevskij Litauen 14.000€*
3. Robertas Visockas Litauen 8.990€
4. Sigitas Raila Litauen 7.000€
5. Tomas Kovalenka Litauen 5.440€
6. Ville Keranen Finnland 4.230€
7. Alex Heinonen Finnland 3.290€
8. Algirdas Saveikis Litauen 2.670€
9. Onni Harmaala Finnland 2.140€

 

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Quellen – OlyBetEvents, PokerPro, Foto von Viktorija Makovskaja / Mantas Repecka