Das diesjährige Finale schrieb Geschichte mit rekordverdächtigen 3.610 Entries und wurde zum größten Turnier seiner Art in Frankreich. Der gesamte prizepool erreichte bei einem Buy-in von 500 € beeindruckende 1.524.864 €, wobei der Weg zum Sieg über sieben Startflights und drei Spieltage führte.
Der Erfolg des Festivals wird unterstrichen durch die Tatsache, dass die WiPT in Frankreich weiterhin die Nummer eins der Turniere bleibt. Die Organisatoren haben bereits bestätigt, dass die Grande Finale im Jahr 2027 zurück ins Casino Pasino Grand Partouche in Aix-en-Provence kehren wird.
Mehr als nur der „Sohn der Legende“
Der 27-jährige Sacha Cohen ist in der Pokerwelt kein unbekannter Name, wurde jedoch lange Zeit hauptsächlich als Sohn von Claude Cohen wahrgenommen, einer der ersten Legenden des französischen Pokers und WSOP-Armband-Gewinner von 1997.
Sacha, der nur ein Jahr nach dem Triumph seines Vaters geboren wurde, witzelte, er könne „ein Resultat dieses Armbands“ sein. Bevor er sich voll und ganz dem Poker widmete, war Sacha als kompetitiver e-Sportler in Call of Duty aktiv und arbeitete später als TV-Kommentator und Videoanalyse-Experte.
Die Wettbewerbsfähigkeit und der „Widerwille zu verlieren“ brachten ihn zum Poker. Obwohl er anfangs mit Disziplin und Bankroll zu kämpfen hatte, entwickelte er sich schließlich zu einem respektierten Profi. Am Morgen vor dem Finale schickte ihm sein Vater eine bewegende Nachricht: „Das Wichtigste ist, dass unser Familienname nicht mehr nur mit einem Vornamen verbunden ist.“

Der Weg durch das Turnier
Sachas Weg zum Titel war keine gerade Linie. Er musste vier Re-Entries investieren, um sich von Day 1F aus zu qualifizieren. Der entscheidende Moment seines Siegeszuges kam in der letzten halben Stunde von Day 3, als er einen „verrückten Lauf“ hinlegte und seinen Stack von 19 Millionen auf über 50 Millionen Chips erhöhte, was ihm die Position als massiver Chipleader vor dem Final Table sicherte.
Der Final Table war eine Schau von Talent und interessanten Geschichten. Unter den neun Finalisten war der erfahrene Hervé Gouzil, der in der letzten Woche auch das Battle Royale Turnier für 25.000 € gewonnen hatte, sowie Samuel Bifarella, für den das Finale eine spezielle Bedeutung hatte, da seine Frau in wenigen Tagen ihren Geburtstermin hatte.
Ein interessanter Teilnehmer war auch Guillaume Anthonioz, ein Berufssoldat und Elektriker auf U-Booten, der sich als Shortstack mit neun Blinds einen großen Pokerspieltraum erfüllte.

Heads-up-Drama
Der abschließende Kampf zwischen Cohen und Cervettaz dauerte fast zwei Stunden. Cervettaz konnte in einer Situation den nachteiligen Stand mit einer „runner-runner“ Straße umdrehen und Cohen auf kritische 34 Millionen Chips heruntersenken. Doch Sacha blieb ruhig und bewahrte in einem entscheidenden Flip mit 5-5 gegen K-Q die Oberhand.
In der letzten Hand des Turniers ging Cohen all-in mit K h 3 s und Cervettaz callte mit Q h 7 c. Das Board 4 h 6 c 6 s 5 s A h besiegelte Cohens Triumph endgültig und löste stürmische Jubelrufe seiner Anhänger aus.

Ergebnisse des Final Tables der Winamax Poker Tour Grande Finale 2026:
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Platz |
Spieler |
Land |
Gewinn |
|
1. |
Sacha Cohen |
Frankreich |
180.000 € |
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2. |
Lucien Cervettaz |
Frankreich |
130.000 € |
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3. |
Samuel Fournier |
Frankreich |
95.000 € |
|
4. |
Hervé Gouzil |
Frankreich |
70.000 € |
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5. |
Quentin Pauly |
Frankreich |
55.000 € |
|
6. |
Bertrand Vizioz |
Frankreich |
40.000 € |
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7. |
Nicolas Antouard |
Frankreich |
30.000 € |
|
8. |
Guillaume Anthonioz |
Frankreich |
24.000 € |
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9. |
Samuel Bifarella |
Frankreich |
18.000 € |
Quellen: YouTube, Winamax