WSOP Tag 5: Alan Keating No-Show im Heads-Up, Schulman und Seiver kämpfen um Bracelt

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Skurriles Ende für Alan Keating im $25K Heads-Up Championship

Einer der meistdiskutierten Momente des fünften Spieltags war das unerwartete "Nicht-Erscheinen" von Cash-Game-Spezialist Alan Keating im prestigeträchtigen Event #7: $25.000 Heads-Up No-Limit Hold'em Championship.

Keating, der nur selten an Turnieren teilnimmt, zahlte das Buy-In von 25.000$, erschien jedoch nicht zu seinem Erstrundenmatch gegen Piotr Krupa. Sein Stack wurde langsam „weggeblindet“, während Krupa ohne eine einzige gespielte Hand in die zweite Runde einzog.

Später erklärte Keating den Medien, dass er nach einem Marathonspiel im texanischen Club The Lodge, wo er über eine Million Dollar gewann, zu erschöpft war und sich für eine Pause und ein Konzert von No Doubt in der Sphere in Las Vegas entschied.

Mit dem Turnier verabschiedeten sich im Laufe des Flights 1b auch Stars wie Phil Ivey, Shaun Deeb, Martin Kabrhel und Titelverteidiger Artur Martirosyan.

Nach zwei Sessions wurde das Feld von 128 Entries auf elitäre 16 im Finale reduziert, die um das goldene Bracelet kämpfen werden. Diese Spieler sind in Day 2 eingezogen:

Erfolgreich aus Flight 1a:

  • Daniel Negreanu

  • Michael Mizrachi

  • Alex Foxen

  • Cary Katz

  • Justin Saliba

  • Dimitar Danchev

  • Henri Puustinen

  • Barak Wisbrod

Erfolgreich aus Flight 1b:

  • Brandon Wilson

  • Biao Ding

  • Ryuta Nakai

  • Nikolai Mamut

  • Thomas Boivin

  • Florian Pesce

  • Nikita Kuznetsov

  • Julien Sitbon

Seiver und Schulman jagen achtes Bracelet im Badugi

Der zweite Spieltag von Event #8: $1.500 Badugi bot reichlich Action und führte zur Bildung der finalen Zehn. Das Turnier, das 554 Entries anzog und einen Preispool von 735.435$ schuf, geht in seine Schlussphase. Vor dem Finaltag hat der Amerikaner Michael Casella mit einem massiven Stack von 4.065.000 Chips die besten Chancen auf den Titel und nahezu doppelt so viele Chips wie sein nächster Verfolger.

Die größte Aufmerksamkeit ziehen jedoch die Namen auf den weiteren Plätzen auf sich. An zweiter Stelle liegt der siebenfache Braceletträger Scott Seiver und auf Platz vier lauert Nick Schulman. Beide Elite-Profis haben eine großartige Chance, ihr achtes goldenes Bracelet zu gewinnen. Der Kampf um den Titel und den Hauptpreis von 141.963$ verspricht große Dramatik, da auch andere namhafte Spieler wie Gary Benson und Yuri Dzivielevski noch im Rennen sind.

Der zweite Tag des Turniers war gnadenlos für viele Legenden. Kurz vor dem Finale musste sich der Main Event Champion von 2003, Chris Moneymaker, nach einem unglücklichen River auf dem 12. Platz verabschieden und erhielt 7.095$ Preisgeld. Weitere bezahlte Platzierungen erreichten auch Stars wie Max Neugebauer (Platz 19), Benny Glaser (Platz 25) und Ryan Riess (Platz 27).

Zwischenstand Event #8: $1.500 Badugi nach Day 2

Platz

Spieler

Land

Stack

1.

Michael Casella

USA

4.065.000

2.

Scott Seiver

USA

2.120.000

3.

Gary Benson

Australien

2.045.000

4.

Nick Schulman

USA

1.985.000

5.

Stephan Nussrallah

USA

1.385.000

6.

Kyle Arora

USA

905.000

7.

Walter Chambers

USA

685.000

8.

Jon Turner

USA

300.000

9.

Yuri Dzivielevski

Brasilien

295.000

10.

Brant Hale

USA

115.000

Gorilla traf auf chinesische Geduld

Im Event #5: $5.000 Pot-Limit Omaha erlebten wir eine der größten Wendungen der diesjährigen Serie, die Jesse Lonis' Hoffnung auf sein drittes Bracelet zunichte machte.

Lonis ging als absoluter Favorit in den Finaltag, während sein späterer Bezwinger Yang Wang mit dem zweitkleinsten Stack startete. Lonis, der vor dem Finale auf der sozialen Plattform X selbstbewusst verkündete, es sei die „Zeit der Gorillas“, büßte letztlich für Wangs Disziplin am Spieltisch.

Der chinesische Spieler Yang Wang gestand, dass der Schlüssel zum Erfolg extreme Geduld war. Der Wendepunkt kam, als Wang einen erfolgreichen Bluff gegen Lonis durchführte und ihn fragte, ob er die Karten sehen wolle. Lonis stimmte zu, doch der Anblick von Wangs Bluff verunsicherte ihn sichtbar, was Wang zu seinem Vorteil nutzte.

Der Turnierausgang war für Lonis besonders bitter. In der letzten Hand gingen die Spieler pre-flop All-in. Lonis hielt mit A s K s Q d 9 s nach dem Flop 8 s A h 5 s das Top-Paar und einen Nut Flush Draw. Der Turn T d brachte Wang mit Q c T c 9 d 5 d zwei Paare und der River T s gab beiden Spielern das, was sie brauchten – Lonis den Flush, aber Wang das Full House.

Yang Wang gewann so sein erstes Bracelet und überschritt damit die 6-Millionen-Dollar-Marke in lebenslangen Gewinnen.

Ergebnisse des Finaltisches WSOP Event #5: $5.000 PLO

Platz

Spieler

Land

Gewinn

1.

Yang Wang

China

595.388$

2.

Jesse Lonis

USA

396.892$

3.

Evan Krentzman

USA

277.537$

4.

Justin Scott

USA

197.139$

5.

Stephen Hubbard

USA

142.279$

6.

Dylan Weisman

USA

104.359$

7.

Jarred Graham

Australien

77.815$

8.

Zackary Estes

USA

59.001$

9.

Edward Leonard

USA

45.502$

Niederlage von Brian Yoon im Heads-Up

Ein ähnlich spannender Verlauf zeichnete sich in Event #6: $1.500 Seven Card Stud ab, wo der britische Spieler James Cheung den Titel gewann. Cheung erlebte einen besonderen Moment, denn vor drei Jahren, bei seinem allerersten WSOP-Besuch, war Brian Yoon, ein fünffacher Braceletträger, sein erster professioneller Gegner.

Das Schicksal wollte es, dass sich die beiden nun im Heads-Up des Turniers gegenüberstanden. James Cheung, der sich hauptsächlich auf Cash Games spezialisiert hat, bestätigte, dass der Gewinn des Bracelets der absolute Höhepunkt seiner Karriere sei und er große Erleichterung verspüre, es geschafft zu haben.

Den Sieg besiegelte er in einem dramatischen Heads-Up, als er mit einem Set Könige Yoons All-In callte, wobei Yoon bereits ahnte, dass dies sein Ende war. Als der Sieg offiziell wurde, erfüllte Cheungs jubelnder Schrei den Paris Ballroom und war Zeugen zufolge im gesamten Casino zu hören.

Ergebnisse des Finaltisches Event #6: $1.500 Seven Card Stud

Platz

Spieler

Land

Gewinn

1.

James Cheung

Großbritannien

103.185$

2.

Brian Yoon

USA

67.771$

3.

Gregory Josephson

USA

45.570$

4.

Thomas Savitsky

USA

31.380$

5.

Bradley Jansen

USA

22.141$

6.

Jonathan Glendinning

USA

16.017$

7.

Korey Simeone

USA

11.888$

8.

Karle Wilson

USA

9.058$

9.

Hal Rotholz

USA

7.090$

Mini Mystery Millions übertraf 20.000 Entries

Das Eröffnungs-Event #1: $550 Mini Mystery Millions bestätigte endgültig seinen Status als eines der größten Highlights des gesamten Festivals. Nach dem Abschluss aller sechs Eröffnungsflights stoppten die Gesamtteilnahmen bei beeindruckenden 20.488, was das Turnier zum siebtgrößten Live-Pokerturnier der Geschichte macht.

Dank des reduzierten Buy-Ins von ursprünglich $1.000 auf $550 konnte die Teilnahme des Vorjahres deutlich übertroffen werden, was zu einem Gesamtpreispool von etwa 5,26$ Millionen führte, zu dem weitere 4,1$ Millionen in Mystery Bounties hinzukommen.

Der stärkste Tag war Flight 1e mit 6.805 Teilnehmern, aus dem der Argentinier Martin Pineiro (4.205.000 Chips) als Chipleader hervorging und in Day 2 startet.

Fast 800 Spieler, die damit bereits eine finanzielle Belohnung sicher haben, schafften es in den zweiten Spieltag, aber ihr Hauptaugenmerk wird auf dem Öffnen der Umschläge liegen. Im Lostopf befindet sich nämlich die Haupt-Mystery-Bounty-Prämie von $1.000.000.

James Chen führt das Elitefeld an

Auch das prestigeträchtige Event #9: $10K Omaha Hi-Lo 8 or Better Championship hat begonnen und zog die absolute Elite dieser technischen Disziplin an. Nach dem ersten Spieltag schrumpfte das Feld der 162 Teilnehmer auf 78, während die späte Anmeldung noch während der ersten Stufe des zweiten Tages offen bleibt.

Aktueller Chipleader ist James Chen, der in diesem Format besonders erfolgreich ist. Im Jahr 2023 belegte er in diesem Turnier den zweiten Platz und gewann 2024 sein  bisher einziges WSOP-Bracelet in der Version mit $1.5K Buy-In.

Auch die ausgezeichnete Form des frischgebackenen dreifachen Champions Jason Daly bestätigt sich, der nach seinem Triumph in Event #4 den siebtgrößten Stack einpackte. Neben ihm marschieren Legenden wie Robert Mizrachi, Todd Brunson, Mike Matusow, Jennifer Harman und Brian Rast in den zweiten Tag. Dem Gegenüber stehen Stars wie Shaun Deeb, Viktor Blom, Chris Brewer und Allen Kessler, die sich bereits in der Anfangsphase vom Turnier verabschieden mussten.


Quellen: WSOP, X, PokerNews