Historischer Triumph für Litauen im Main Event
Das diesjährige Main Event profitierte vom Umzug nach Prag und einem gesenkten Buy-in von 5.300€, was dazu führte, dass mehr als dreimal so viele Teilnehmer wie im Rekordjahr 2023 dabei waren. Der Turnier zog Spieler aus 71 Ländern an, die sich insgesamt um 2.617 Entries und einen rekordverdächtigen Preispool von 13.085.000€ kämpften.
Der Final Table des WSOPE Main Events in Prag bot dramatische Momente von der ersten Minute an, als der ursprüngliche Vorsprung des Chipleaders Hengtao Zhu nach und nach von erfahrenen Profis ausgeglichen wurde.
Einer dieser Profis war Marius Kudzmanas, der den Tag in der Mitte des Feldes begann, doch entscheidende Hände katapulierten ihn nach vorne. Eine dieser Hände war das Ausscheiden von Thomas Eychenne, als Kudzmanas mit 9 h 9 d ein Set gegen K h K d traf.
Im abschließenden Heads-up trat er gegen den Japaner Akihiro Konishi an, der mit einem leichten Vorsprung begann. Doch der erfahrenere litauische Profi übernahm mit aggressivem Spiel die Initiative und baute sich einen dominierenden Vorsprung auf.
In der entscheidenden Hand ging Konishi mit K d K c auf dem Flop 7 s 5 d 4 h all-in. Kudzmanas callte mit 7 d 6 c. Der Turn 7 h brachte dem Litauer Trips und der River J d besiegelte das Schicksal des japanischen Spielers.
Für Kudzmanas war es das dritte WSOP-Armband, aber das erste aus einem „live“ Turnier, sodass er die Trophäe direkt aus den Händen des amtierenden Weltmeisters Michael Mizrachi entgegennehmen konnte. Unmittelbar nach dem Gewinn des Titels konnte er seine Emotionen nicht verbergen: „Das Main Event ist das speziellste Turnier von allen... es ist das beste Gefühl der Welt.“

Ergebnisse des Finaltisches – 5.300€ WSOPE Main Event:
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Platz |
Spieler |
Land |
Gewinn |
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1. |
Marius Kudzmanas |
Litauen |
2.000.000€ |
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2. |
Akihiro Konishi |
Japan |
1.200.000€ |
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3. |
Chris Hunichen |
USA |
800.000€ |
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4. |
Nikolay Bibov |
Bulgarien |
575.000€ |
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5. |
Antonio Guimaraens |
Spanien |
425.000€ |
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6. |
Hengtao Zhu |
Finnland |
320.000€ |
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7. |
Thomas Eychenne |
Frankreich |
245.000€ |
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8. |
Brandon Sheils |
Großbritannien |
185.000€ |
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9. |
Joona Nyholm |
Finnland |
140.000€ |
Nguyens Sieg und weiteres Pech für Astedt
Der deutsche Profi Christopher Nguyen zeigte beim 20.800€ Super High Roller (Event #11) eine glänzende Leistung und holte sich seinen ersten goldenen Armreif der Karriere. Das Turnier zog insgesamt 242 Entries an, was einen Preispool von 4.840.000€ und einen siebenstelligen Gewinn für den Sieger ergab.
Nguyens Weg zum Sieg war jedoch keineswegs einfach. Obwohl er nach der ersten Pause die Hälfte aller Chips im Spiel hielt, fiel er nach einem gescheiterten Bluff gegen Alex Anton auf ein Drittel seines Stacks zurück. Doch er schaffte es, sich wieder an die Spitze zu kämpfen und besiegte im abschließenden Heads-up den chinesischen Spieler Ren Lin. In der letzten Hand des Turniers triumphierte Nguyens K s 7 h über Lins T c 9 s nach einem Board mit A s 5 h 2 c 2 d K h.
Wieder einmal hatte der schwedische Phänomen Niklas „Lena900“ Astedt Pech, der als Chipleader in den Finaltag ging, aber letztendlich mit dem fünften Platz zufrieden sein musste. Nguyen sicherte sich durch seinen Sieg 1.100.000€, was sein dritter siebenstelliger Gewinn in den letzten 16 Monaten ist.

Ergebnisse des Finaltisches – 20.800€ Super High Roller:
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Platz |
Spieler |
Land |
Gewinn |
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1. |
Christopher Nguyen |
Deutschland |
1.100.000€ |
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2. |
Ren Lin |
China |
700.000€ |
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3. |
Paulius Vaitiekunas |
Litauen |
485.000€ |
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4. |
Alex Anton |
USA |
340.000€ |
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5. |
Niklas Astedt |
Schweden |
245.000€ |
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6. |
Espen Oeye |
Norwegen |
180.000€ |
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7. |
Andrija Robovic |
Serbien |
135.000€ |
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8. |
Dejan Kaladjurdjevic |
Montenegro |
105.000€ |
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9. |
Ran Ilani |
Israel |
85.000€ |
Quelle: WSOP Live