Irish Open enthüllt Geheimnisse: Wie sich die Royal Dublin Society in eine Pokerstadt verwandelt

Article cover

Der Dokumentarfilm 'Inside The Irish Open' entführt dich in die Vorbereitungen für das Jahr 2025 und bringt dich direkt ins Geschehen. Die historische Halle der Royal Dublin Society verwandelt sich binnen weniger Tage in einen erstklassigen Pokerkomplex, bei der kein Platz für Improvisation ist. Jeder Meter, jedes Kabel, jeder Tisch muss passen. Erst wenn wenn man es mit eigenen Augen sieht, verstehst du, warum die Irish Open heute mehr als nur ein Turnier, sondern eine logistische Operation auf dem Niveau großer Sportereignisse ist.

Drei Tage, hunderte Paletten und ein großes Bauprojekt

Während die Spieler über Late Reg und Blind Levels nachdenken, läuft hinter den Kulissen ein ganz anderes Spiel – und das Tempo ist mörderisch. Über drei Tage hinweg kommen Hunderte von Paletten mit Ausrüstung in die RDS: Tausende Stühle, 280 Tische, Dutzende Banner, Kilometer von Internet- und Stromkabeln. Der Dokumentarfilm zeigt Rigger, Techniker, Elektriker und Kulissenbauer, die das Festival buchstäblich Schicht für Schicht aufbauen.

Eines der größten visuellen Highlights des Jahres 2025 war die LED-Ausstattung: 320m² Bildschirme und eine 20m lange LED-Wand – laut den Organisatoren die größte LED-Installation, die jemals bei einem irischen Event gesehen wurde. Dazu kommt die weitere „unsichtbare“ Arbeit: Sortieren von Millionen Chips, Aufbau einer vollständig gesicherten Cashier-Zone von Grund auf und die Einrichtung der Abläufe, sodass das gesamte Event wie Uhrwerk funktioniert.

Und dann ist da der Ort, den die Spieler vielleicht mehr in Erinnerung behalten als einige Bad Beats – The Craic Den. Der Film zeigt auch, wie das pulsierende Herz des Festivals entsteht: Ein Raum für Entspannung, Geschichtenerzählen, Spaß und ein lebendiges Programm, welches die Irish Open zu dem macht, was es ist.

Die Menschen, die alles zusammenhalten

Hinter jedem Rekord steht ein Team. Der Film erinnert daran, dass „vor dem Festival“ nicht nur ein paar Tage Vorbereitung bedeutet – die Planung beginnt lange im Voraus. Ein Turnierprogramm wird erstellt, Hotelkapazitäten werden organisiert, Medienteams, Kameras, Blogger und vor allem Personal werden eingestellt, ohne das nichts laufen würde. Die Zahlen sprechen für sich: Rund 320 Dealer und 150 Floor-Mitarbeiter arbeiten bei dem Event. Wenn das Festival wächst, wächst auch der Bedarf an Menschen, Tischen, Raum und Technik – jedes Jahr ein Stück mehr.

Stark prägt der Film auch die Geschichte der modernen Ära der Irish Open. Paul O’Reilly und JP McCann übernahmen das Event im Jahr 2016 und fällten gleich zu Beginn eine Entscheidung, die alles veränderte: Sie senkten das Buy-In für das Main Event von 3.500€ auf 1.150€. Das Ziel war klar – das „beste 1k Event der Welt“ zu veranstalten und jeden Aspekt des Spielerlebnisses darauf abzustimmen.

Das Ergebnis? Aus einer elitären, geschlossenen Angelegenheit wurde ein Turnier, das die Massen anziehen und gleichzeitig die Qualität halten kann. Genau diese Kombination aus einem massiven Teilnehmerfeld, großer Produktion und Festivalenergie ist heute die größte Stärke der Irish Open.

 

Rekorde, die nicht mehr zufällig sind

Die Zahlen der letzten Jahre sehen aus wie ein unaufhaltsam wachsender Graph. Im Jahr 2016 hatte das Main Event 802 Spieler. Beim rekordverdächtigen (und preisgekrönten) Festival des vergangenen Jahres hatte das Main Event bereits eine Garantie von 2.500.000€ und zählte 4.562 Entries. Und wenn wir uns das gesamte Festival ansehen, sprechen wir von über 30.000 Turnierteilnahmen und 14.500.000€ ausgezahltem Preisgeld.

Als O’Reilly und McCann einst davon sprachen, innerhalb von zehn Jahren 5.000 Entries im Main Event zu erreichen, klang das ehrgeizig. Heute wirkt es wie ein realistischer Meilenstein – und das Jahr 2026 könnte genau das Jahr sein, das den endgültigen Anstoß gibt.

Das Jahr 2026 wird groß: Das Festival findet vom 26. März bis 6. April in der Royal Dublin Society statt und bietet 86 Turniere. Der Dokumentarfilm kommt also zur idealen Zeit – als Vorgeschmack darauf, was passiert, bevor die Lichter angehen, die Registrierung öffnet und die Spieler beginnen, ihre Erfolge zu jagen. Die Irish Open hat sich jahrelang durch seine Atmosphäre verkauft. Nun fügt es auch die Geschichte der Menschen und Details hinzu, ohne die der „Craic“ nie entstanden wäre.

Den gesamten Dokumentarfilm kannst du dir hier ansehen:

 

Quellen: YouTube, https://irishpokeropen.com/, Flickr/PSlive @Danny Maxwell